Vernetzt denken und handeln –
komplexe Probleme meistern

Themeneinheit

Das Buch zur Themeneinheit:

Andreas Becker: „Vernetzt denken in Politik, Wirtschaft und Alltag: Warum es so schwierig ist und wie es dennoch gelingt“.

Mit komplexen Themen richtig umgehen

Klimawandel und Turbulenzen rund um den Euro – Finanzkrise und brüchige Generationenverträge: Warum ist die Gesellschaft mit unzähligen folgenreichen Problemen konfrontiert – im Großen wie im Kleinen? Und wieso wachsen die Schwierigkeiten oft weiter an? Die Hauptursache liegt in einem völlig falschen Umgang mit komplexen Themen.

Statt vorbeugend zu agieren, reagieren die Verantwortlichen oft erst auf Leidensdruck. Zudem werden vorhandene Schwierigkeiten isoliert betrachtet und behandelt, obwohl vieles untereinander vernetzt ist. Und schließlich wird die Welt trotz Wandel und Umbrüchen statisch angesehen, als würde sie sich nicht verändern. In der Folge bekämpft die Gesellschaft häufig Sympto­me, nicht Ursachen. So lassen sich Probleme nicht in den Griff bekommen. Will man große oder kleine Herausforderungen meistern, führt an vernetztem Denken (auch systemisches Denken genannt) und Handeln kein Weg vorbei.

Äußerst handlungsorientiert erarbeiten sich die Teilnehmer in den Modulen ein Verständnis für Komplexität und vernetztes Denken. Sie erkennen die wichtigsten Fehler und die Erfolgsfaktoren im Umgang mit komplexen Problemen und Situationen. Vielfältige Werkzeuge und Anleitungen ermöglichen den Teilnehmern einerseits, Komplexität in ihrem eigenen Leben in den Griff zu bekommen. Andererseits können sie anhand ihres neuen Wissens (politische) Maßnahmen sehr fundiert bewerten. Insgesamt schafft die Themeneinheit einen neuen Blick auf die Welt und fördert eigenständiges, konstruktiv-kritisches Denken sowie erfolgreiches Handeln.

Die Reihenfolge der Module folgt einem inhaltlichen roten Faden. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, können die Module jedoch auch ohne Vorkenntnisse einzeln eingesetzt werden (siehe dazu jeweils Übersicht zum Modul).

Ergänzung finden diese grundlegenden Module durch Unterrichtsmaterial zu aktuellen Themen, das in der Themeneinheit „Wandel vernetzt denken – aktuelle Themen“ zusammengefasst ist. Hier können die Schülerinnen und Schüler vernetzt denken trainieren.

Die Unterrichtsmodule: Informationen und Download

Modul 1: Warum vernetzt denken?Woher rühren die Probleme, denen sich die Gesellschaft gegenüber sieht? Einer der Hauptgründe liegt in zu kurz greifenden Denkweisen. Die Komplexität der Welt bleibt häufig übersehen: Die meisten Menschen denken und handeln isoliert in Einzelthemen anstatt in Zusammenhängen – und statt Dynamiken und Entwicklungen zu betrachten, sehen sie Situationen statisch. Dieses linear bezeichnete Denken und Handeln verhindert, dass sich Probleme in den Griff bekommen lassen. Und mehr noch: Es vergrößert bestehende Probleme weiter – im Kleinen wie im Großen. Deshalb ist vernetztes Denken so wichtig: Es ist Voraussetzung, um Wandel und Probleme meistern sowie Ziele jeglicher Art erreichen zu können. Dieses Modul zeigt anhand von vielfältigen Beispielen heutigen Denkens die Notwendigkeit für vernetztes Denken und Handeln und bietet einen Einstieg in die Themeneinheit Vernetzt denken und handeln – komplexe Probleme meistern.Didaktische Infos und Download
Modul 2: Warum werden Ursachen falsch ermittelt und falsche Schlussfolgerungen gezogen?„Musik hören hilft beim Abnehmen!“ „Je mehr wir verdienen, desto besser für unsere Gesundheit.“ Presse, Fernsehen, Radio und das Internet präsentieren immer wieder vereinfachte Schlussfolgerungen aus Studien. Selbst politische Entscheidungen basieren teils auf vereinfachten Schlussfolgerungen.

Es wird häufig fälschlicherweise unterstellt: Lässt sich für zwei Faktoren ein statistischer Zusammenhang feststellen, so bestünde auch zwangsläufig eine direkte Ursachen-Wirkungsbeziehung – der eine Faktor sei Ursache des anderen. Doch diese Schlussfolgerung ist falsch. Überdies bleibt übersehen, dass eine Situation oder ein Problem meist mehrere Ursachen hat, die selbst wiederum Ursachen haben. Die doppelt verkürzte Sichtweise führt zu wirkungsarmen oder sogar wirkungslosen Handlungen.
In diesem Modul lernen die Teilnehmer die Fehler kennen, die bei der Ursachensuche häufig gemacht werden. Zudem lernen sie, die Ursachen einer Situation oder eines Problems selbst zu erkennen.
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Modul 3: Prognosen – ein verlässliches Instrument, um die Zukunft zu planen?Tagtäglich werden wir mit Prognosen konfrontiert – über die Entwicklung der Wirtschaft, der Steuereinnahmen oder des Aktienmarktes. Diese Prognosen werden teils auf bis zu 40 Jahre im Voraus erstellt. Sie dienen als Grundlage für das Planen und Handeln von beispielsweise Staat, Sozialversicherungen und Unternehmen. Wichtige Entscheidungen für die Zukunft beruhen auf solchen langfristigen Prognosen.

Eine Prognose zeigt, welche Entwicklung der Prognoseersteller erwartet. Doch die Realität sieht meist anders aus als prognostiziert, schließlich lässt sich die Entwicklung komplexer Systeme über längere Zeiträume weder verlässlich vorhersagen noch berechnen. Über eine Prognose bereitet man sich von vielen möglichen Zukünften auf nur eine vor, die überdies mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht Realität wird. In der Folge führt prognosebasiertes Handeln oft zu geringer Wirksamkeit und zum Problem, auf reale Entwicklungen nicht vorbereitet zu sein.
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Modul 4: Warum ist es problematisch, als Gesellschaft dauerhaft auf Wachstum zu setzen?Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften setzen dauerhaft auf (Wirtschafts-)Wachstum. Auch die Steuereinnahmen sollen ständig wachsen. Gleiches gilt für die Kapitalanlagen der privaten Altersvorsorge. In diesem Modul erarbeiten sich die Teilnehmer die Erkenntnis, dass dauerhaftes Wachstum in begrenzten Systemen nicht möglich ist. Zudem gewinnen die Teilnehmer ein Gefühl für die enormen und meist unterschätzten Dimensionen, die das häufig geforderte exponentielle Wachstum annehmen kann. Und schließlich beschäftigen sie sich mit der Frage, welche Alternativen es zur Wachstumsgesellschaft geben kann.Didaktische Infos und Download
Modul 5: Warum ist es so schwer, ein Geschehen zu beeinflussen?Ganz gleich, ob auf gesellschaftlicher Ebene, in einem Unternehmen, Verein oder im Alltag: Ein Geschehen zu beeinflussen ist schwierig. Der Grund: Systeme in Natur und Gesellschaft sind komplex. Ihr Verhalten lässt sich im Gegensatz zu technischen Systemen in der Regel weder verlässlich vorhersagen noch erzwingen.
Das Modul schafft bei den Teilnehmern ein Verständnis für Komplexität und bietet die Grundlage für einen erfolgreichen Umgang mit komplexen Situationen und Problemen.
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Modul 6: Was passiert, wenn man in ein Geschehen eingreift?Die Welt besteht aus einer Vielzahl an komplexen Systemen. Sie bestimmen Abläufe und Geschehen in Gesellschaft und Natur. Doch obwohl komplexe Systeme einen festen Bestandteil unseres täglichen Lebens darstellen, sind nur die Wenigsten mit ihrer grundsätzlichen Funktionsweise und ihren Merkmalen vertraut. In der Folge greifen insbesondere Politik und Wirtschaft in komplexe Systeme ein, ohne dass die Maßnahmen zum Ziel führen. Überdies werden Probleme teils vergrößert statt gelindert.

In diesem Modul werden Merkmale vorgestellt, die vor allem im Hinblick auf Eingriffe in komplexe Systeme eine wichtige Rolle spielen. Den Teilnehmern werden diese Merkmale anhand alltäglicher wie auch gesellschaftlicher Beispiele verständlich gemacht und spielerisch nahe gebracht. Damit erhalten sie das Rüstzeug, um komplexe Systeme verstehen und komplexe Zusammenhänge erkennen zu können.
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Modul 7: Warum lassen sich komplexe Probleme (meist) nicht lösen?Komplexe Themen und Probleme zeichnen sich dadurch aus: Es gibt viele Einflussfaktoren, und diese hängen untereinander zusammen. Zusätzlich verändern sich Situationen über die Zeit von selbst (Eigendynamik). Und schließlich treten immer wieder unberechenbare Störfaktoren überraschend auf. Zusammen führt das dazu, dass komplexe Probleme in der Regel nicht gelöst werden können. Der Irrglaube, dies dennoch tun zu können, führt zu aufwendigen und wenig wirksamen Maßnahmen mit teils großen unerwünschten Nebenwirkungen.

Um komplexe Probleme in den Griff zu bekommen, gilt es anzuerkennen: Nicht alle bedeutenden Einflussfaktoren lassen sich steuern. Auch richten sich Entwicklungen nicht nach den eigenen Vorstellungen und Wünschen. Die Teilnehmer erarbeiten sich diese Erkenntnisse und verstehen, welche Folgerungen sich daraus für konkretes Handeln ergeben.
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Modul 8: Wie organisieren sich komplexe Systeme selbst und passen sich Veränderungen an?Ein See, ein Wald, das Klima – eine Familie, eine Gemeinde, die gesamte Wirtschaft: Komplexe Systeme organisieren sich selbst innerhalb von Rahmenbedingungen wie Gesetzen, die von außen vorgegeben sind. Wer (oder was) was tut und wie auf Eingriffe von außen reagiert wird, bestimmt keine zentrale Stelle von außen. Gesellschaftliche Systeme halten sich durch Selbstorganisation funktionsfähig, anpassungsfähig und stabil. Das ermöglicht ihnen, auch in einer sich wandelnden Umgebung zu überleben und sich weiterzuentwickeln. Wie bedeutend die Selbstorganisation ist, wie sie funktioniert und wie sie sich beim Umgang mit komplexen Systemen nutzen lässt, erarbeiten sich die Teilnehmer in diesem Modul.Didaktische Infos und Download
Modul 9: Wie regulieren sich komplexe Systeme selbst, sodass sie stabil bleiben?Über Selbstregulation halten Systeme Funktionen auch bei störenden Veränderungen in der Umgebung aufrecht und sich selbst stabil. Das gilt für die Körpertemperatur des Menschen ebenso wie für eine Vielzahl gesellschaftlicher Systeme. Es gilt, die Kraft der Selbstregulation zu nutzen anstatt sie zu behindern, wie es in der Gesellschaft durch übermäßige Bürokratie, Subventionen, Verschuldung und das Anstreben unrealistischer Ziele geschieht.

Welche elementare Bedeutung die Selbstregulation in der Gesellschaft besitzt, erarbeiten sich die Teilnehmer in diesem Modul ebenso wie die Funktion des Prinzips. Und schließlich erkennen sie, welche Maßnahmen und Handlungen Selbstregulation behindern oder unterbinden.
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Modul 10: Wie lassen sich die wichtigen Themen erkennen?Eine Vielzahl von unterschiedlichen Aufgaben, die erledigt werden müssen – doch womit beginnt man? Und welche Aufgaben können außer Acht gelassen werden? Wohl jeder kennt diese Situation aus seinem alltäglichen Leben. Doch kommt sie nicht nur auf persönlicher Ebene vor, auch auf gesellschaftlicher Ebene tritt sie auf. Politiker und Manager sind ebenso betroffen wie Schüler, Rentner und andere Gesellschaftsgruppen.

Bleiben wichtige Themen übersehen oder muss unvorbereitet gehandelt werden, drohen negative Entwicklungen. Während diese im persönlichen Bereich auf das Individuum und sein Umfeld beschränkt bleiben, betreffen die Konsequenzen in Wirtschaft und Politik viele Menschen. Entscheidend ist, aufkommende Probleme und Handlungsnotwendigkeiten vorausschauend zu erkennen und richtige Prioritäten zu setzen. Was einfach erscheint, erweist sich als herausfordernde Aufgabe. Mit diesem Modul erarbeiten sich die Teilnehmer das notwendige Rüstzeug.
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Modul 11: Wie setzt man Ziele wirkungsvoll?Ob man eine leichte Aufgabe angeht, ein wichtiges Projekt plant oder eine Lebensentscheidung trifft – Ziele zu setzen ist bei jedem Vorhaben wichtig. Es verschafft einem Klarheit darüber, was man wirklich möchte. Erst mit einem klaren Ziel vor Augen lässt sich auch der Weg dorthin bestimmen. Und schließlich braucht es Ziele als Maßstab, damit später geprüft werden kann, ob ergriffene Maßnahmen wie gewünscht wirken.
Dieses Modul ist das zweite Werkzeug aus dem Werkzeugkasten für den Umgang mit Komplexität. Es bringt den Teilnehmern nahe, worauf es beim Zielesetzen ankommt. Damit beleuchtet es nicht nur Entscheidungen in Politik und Gesellschaft, sondern bietet auch Unterstützung im täglichen Leben.
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Modul 12: Wie lassen sich komplexe Situationen und Probleme bewältigen?Die Welt ist komplex. Dennoch fällt es vielen schwer, mit komplexen Situationen, Problemen und Systemen angemessen umzugehen. Dieses Modul deckt die häufigsten Fehler im Umgang mit Komplexität auf und zeigt, mit welchen Erfolgsfaktoren man Komplexität meistern kann, sowohl auf der persönlichen Ebene als auch in Politik und Gesellschaft. Mit diesem Modul erhalten die Teilnehmer ein Werkzeug, das ihnen nicht nur ermöglicht, Herausforderungen im komplexen Weltgeschehen einzuschätzen, sondern auch ihre persönlichen Projekte erfolgreich in allen Phasen zu gestalten.Didaktische Infos und Download
Modul 13: Wie kann man sich auf die immer ungewisse Zukunft vorbereiten?Die Gesellschaft baut ihr Handeln auf Vorstellungen über die Zukunft auf, die sich in den meisten Fällen nicht bewahrheiten. Denn die Welt ist im Großen wie im Kleinen voller Überraschungen und unberechenbar – die Zukunft immer ungewiss. Dieses Modul zeigt, wie man sich durch das Betrachten mehrerer möglicher Entwicklungen (Szenarien) auf die immer ungewisse Zukunft vorbereiten, angemessene Entscheidungen treffen und die bestmöglichen Wege zum Ziel finden kann.Didaktische Infos und Download
Modul 14: Wie kann man Handlungsfolgen abschätzen und die Zukunft ausprobieren?Jegliches Handeln hat Folgen – und selbst ein Nichtstun führt zu Konsequenzen. Doch welche gewünschten und unerwünschten Folgen ergeben sich für unterschiedliche Handlungsoptionen konkret? Durch Folgenabschätzungen lässt sich dieses Wissen gewinnen. Folgenabschätzungen sollten die Grundlage für Entscheidungen sein, ganz gleich, ob es um persönliche oder gesellschaftliche Fragestellungen geht. Indem man Handlungen im Voraus gedanklich oder anhand eines Modells ausprobiert, lassen sich deren Folgen abschätzen: Das Handeln wird simuliert.

Die Zukunft ist immer ungewiss. Trotz dieses unbefriedigenden Zustands müssen wir dennoch in die Zukunft hinein planen und handeln – als Individuum, Unternehmen und Gesellschaft. Wie die Zukunft in einzelnen Bereichen aussehen könnte, lässt sich gleichfalls durch Simulation ausprobieren.

Mit diesem Modul erarbeiten sich die Teilnehmer, wie man durch eine Simulation Handlungsfolgen abschätzen und die Zukunft ausprobieren kann, um zu reflektierten, fundierten und vorausschauenden Entscheidungen zu gelangen.
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Modul 15: Welche Fragen helfen, Situationen und Probleme zu verstehen?Wie geht es dir? Wo findet der Vortrag statt? Warum hast du die Küche nicht aufgeräumt?
Fragen sind ein fester Bestandteil der alltäglichen Kommunikation und prägen unsere Gesellschaft. Jeder verwendet sie, viele sind sich jedoch nicht über die Möglichkeiten und Chancen bewusst, die Fragen bieten. Denn Fragen dienen nicht nur zur Kommunikation bzw. Informationsgewinnung im Alltag. Vielmehr ermöglichen sie, Sachverhalte kritisch zu hinterfragen und komplexe Themen bzw. Situationen zu verstehen, um so eine Grundlage für die eigene Meinungsbildung zu schaffen. Ziel des Moduls ist daher, die Teilnehmer zu sensibilisieren, damit sie Fragen gezielt einsetzen können.
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Modul 16: Wie hilft das Erstellen von Grafiken, komplexe Zusammenhänge zu verstehen?Komplexe Zusammenhänge beispielsweise aus Texten aufzunehmen und zu verstehen, erweist sich oft als schwierige Aufgabe. Das liegt zum einen daran, dass Texte linear sind – es folgt ein Satz dem anderen – und nur wenige Gliederungsmöglichkeiten bieten. Zum anderen setzt der Gedankenfluss des Autors nicht immer die bestmögliche Struktur für das Textverständnis um. Die gleiche Problematik gilt, wenn man eigene Erkenntnisse dokumentieren möchte.

Grafiken hingegen können Zusammenhänge übersichtlich und verständlich vermitteln. Mehr noch: Sie halten dazu an, Gedanken zu strukturieren. In diesem Modul lernen die Teilnehmer verschiedene grafische Strukturierungsformen und ihre Vorteile kennen. Wichtige Grafikarten wenden die Teilnehmer anhand von praktischen Beispielen an.
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Modul 17: Systemanalysen: Wie lassen sich komplexe Systeme verstehen?Wie kann es gelingen, ein Geschehen zielgerichtet zu beeinflussen, die Ziele mit möglichst geringem Aufwand zu erreichen und dabei möglichst geringe Nebenwirkungen zu erzeugen? Man muss die komplexen Zusammenhänge im betroffenen System kennen einschließlich der Dynamiken.

Mit dem Werkzeug der Systemanalyse lassen sich Wirkungsgefüge und Verhalten eines komplexen Systems ermitteln. Sie schafft einen strukturierten Überblick über die Ursachen von Problemen und weist auf zielgerichtete Handlungsansätze hin. Dabei werden auch Teufelskreise, selbstverstärkende Erfolgsdynamiken und selbstregulierende stabilisierende Wirkungskreise im System sichtbar.

Dieses Modul steht in zwei Varianten zur Verfügung: In der Wissen-Version (Version 17a) erarbeiten sich die Teilnehmer am Beispiel einer zu organisierenden Open-Air-Theater-Veranstaltung ein Verständnis von Nutzen und Funktion der Systemanalyse. Auch die Können-Version (Version 17b) ermöglicht dies, bietet aber noch mehr: Die Teilnehmer lernen, einfache Systemanalysen selbst durchzuführen.
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Modul 18: Wie unterstützen Kreativität und Intuition vernetztes Denken?Vernetzt zu denken und zu handeln ist in der heutigen von Komplexität geprägten Welt essentiell – und erfordert Systematik. Nur mit systematischem Handeln lassen sich die wichtigen Themen erkennen, die richtigen Prioritäten setzen und Ziele wirkungsvoll aufstellen. Auch das Vorbereiten auf die immer ungewisse Zukunft erfordert strukturiertes Vorgehen. Und schließlich beruht planvolles Handeln inklusive Erfolgskontrolle auf rationaler Systematik.

Und doch ist vernetztes Denken mehr, als strukturiert zu planen und zu handeln. Kreativität und Intuition eröffnen die Möglichkeit, eingefahrene Pfade zu verlassen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Sie eröffnen neue Sichtweisen, Horizonte und Chancen. Kreativität und Intuition ergänzen beim vernetzten Denken das systematische Vorgehen. Was Kreativität und Intuition leisten und wie man sie fördern und nutzen kann – das erarbeiten sich die Teilnehmer in diesem Modul.
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